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Gute Nacht, Amerika!

Es fühlt sich immer noch wie ein Fiebertraum an... Trump ist Präsident der USA... mal wieder. Und die Wahl ist ja nicht so gelaufen, dass man sagt, "Arrgh, nur ein paar tausend Stimmen, damned!", nein, er gewann sehr deutlich (49,7% der Stimmen absolut, aber 58% der Wahlleute) und vor allem durch Stimmen aus beinahe allen Bevölkerungsschichten. Der verurteilte Straftäter, Psychopath, Sexist, Rassist, Narzisst und notorische Lügner hat große Zustimmung u.a. auch von weiblichen Wählerinnen (obwohl Sexist!), Schwarzen sowie People of Color (obwohl Rassist!) und Stimmen von evangelikalen Christen erhalten (obwohl Straftäter und notorischer Lügner - das achte der zehn Gebote!).

Karikatur: Tomicek

Bei der Vereidigung am 20.01. passierte ihm dann ein Schnitzer, den ihm vielleicht der eine oder die andere Christ_in übel nehmen könnte: Er vergaß (?) seine Hand auf die Bibeln zu legen, welche von seiner Frau Melania graziös hingehalten wurden, ja es waren zwei - einmal die historische Lincoln-Bibel und seine "eigene" USA-Bibel (dazu unten mehr). Randnotiz: Melania Trump trug einen sehr speziellen Hut, dessen Krempe so breit war, dass auch ihre Augen kaum zu sehen waren. Der Hut könnte auch das Problem gewesen sein, als Trump seine Frau begrüßen wollte. Beide spitzten die Lippen zum Küsschen auf die Wangen - doch sie trafen sich nicht. Es blieb beim Zentimeter entfernten Luftkuss. 

Näher kamen sie sich nicht, Hut sei Dank - Foto: Saul Loeb/POOL AFP/AP/dpa

Zurück zum Bibelschwur: Normal wird die rechte Hand zum Schwur erhoben und die linke auf der Bibel platziert. Ob er es nur vergessen hatte? Schwer anzunehmen, denn eigentlich sollte seine zweite Amtseinführung streng nach Protokoll laufen. Bei einer technischen Panne wirkte er bereits "not amused" - eine Sängerin begann dann nach der peinlichen Pause einfach Acapella. Die gesamte Veranstaltung hatte eine Gott-artige Inszenierung - passend sang dann auch irgendwann ein Chor "Glory Glory Hallelujah". Ein Auszug aus der Deutschen Übersetzung:

    Mein Auge sah die Ankunft unseres Herrn in ihrem Ruhm.
    Er stampfet aus die Kelter, wo des Zornes Früchte ruhn;
    Es blitzt sein schrecklich schnelles Schwert, kündet Unheil bösem Tun:
    Seine Wahrheit schreitet fort.

            Refrain:

        Rühmt ihn, rühmt ihn, Halleluja!
        Rühmt ihn, rühmt ihn, Halleluja!
        Rühmt ihn, rühmt ihn, Halleluja!
        Seine Wahrheit schreitet fort.

Der Chor gibt alles für den "Erlöser" - Screenshot ZDF Special

Eine solche Amtseinführung haben die USA noch nicht gesehen. Das liegt nicht nur daran, dass Trump die Zeremonie wegen der angeblich "arktischen Kälte" in der Hauptstadt zum ersten Mal seit 40 Jahren von den Stufen an der Westseite des Kapitols nach drinnen in die Rotunde unter der mit Fresken ausgeschmückten Kuppel verlegt hat. Bei der Vereidigung durften dort Tech-Milliardäre und ultrarechte ausländische Regierungschefs dabei sein, aber keine Gouverneure und Botschafter. Derweil scheint draußen die Sonne, entpuppt sich der 20. Januar als kalter, aber klarer Wintertag, und man fragt sich schon, ob die traditionelle Veranstaltung auf der Mall wirklich wegen eines angeblichen „Polarsturms“ abgesagt werden musste? Das scheint auch Trump zu ahnen. „Das ist ein großartiger Ort für eine Amtseinführung“, schwärmt er demonstrativ beim Mittagessen im President‘s Room des Kapitols im für ihn eigenen "Trumpisch" (kurze Sätze, einfache Worte, häufige Wiederholungen): „Draußen ist es kalt. Hier ist es 22 Grad warm. Wunderbar.“. So gab es dann auch keine denkwürdigen Bilder, wie das des in fröstelnder, unfreiwillig trotziger Pose wirkenden Bernie Sanders bei der Amtseinführung von Joe Biden - alle gaben sich staatstragend und im schicken Anzug oder Mantel, nur nicht Bernie, der »Grumpy Old Man« mit seinen selbstgestrickten Fäustlingen.

Zum Amtsantritt ließ Trump seine Inszenierung als Märtyrer wieder aufleben. „Diejenigen, die unsere Mission aufhalten wollen, haben versucht, mir meine Freiheit und mein Leben zu nehmen“, sagte er in Anspielung auf die Strafprozesse und Attentatsversuche. „Ich wurde wie kein anderer Präsident zuvor auf die Probe gestellt. Ich wurde aus einem bestimmten Grund gerettet. Gott hat mich beschützt, um Amerika wieder groß zu machen. Wir werden unseren Gott nicht vergessen.“. Ein Prediger, der für Trump betete, dankte in der Kapitolkuppel „den Eltern Mary und Fred Trump, die aus dem Himmel zuschauen“ und der Welt einen Erlöser geschenkt hätten. Alter Finne.

Trumps Credo lautet "America first", gerne ergänzt durch das berühmte "Make Amerika great again" (MAGA). Lustig, weil beispielsweise seine "USA-Bibel" in China gedruckt wird. Diese ließ Trump eigens anfertigen - sie enthält neben dem Alten und dem Neuen Testament auch eine Kopie der US-amerikanischen Verfassung, der Unabhängigkeitserklärung und dem Bill of Rights, außerdem den Text des titelgebenden Songs "God bless the USA" von Lee Greenwood. Produziert wie gesagt in China, zum Stückpreis von etwa 3 Dollar, Verkaufspreis in den USA 60 Dollar. Ja, Geschäfte machen kann er - allein der Verkauf der bekannten rund 200.000 Exemplare dürfte rechnerisch einen Reingewinn von über 11 Mio. US-$ gebracht haben. Und auch seine Devotionalien kommen aus China. Aber nicht nur, manches kommt auch aus Vietnam oder Bangladesh. "MAGA"- oder Trump-Kappen gebe es für 0,56 US-Dollar pro Stück von den Herstellern vor Ort zu kaufen. In den USA würden diese dann für 9 Dollar verhökert. Der verkauft seine Fans komplett für blöd: Amerikanische Arbeitsplätze stärken wollen, aber selbst in Fernost produzieren lassen. Und mit den angekündigten Strafzöllen wird sich entweder seine Gewinnmarge reduzieren oder (was wahrscheinlicher sein wird) seine Jünger tiefer in die Tasche greifen müssen, weil der Ramsch teurer werden wird. Wollte er nicht eigentlich "das Leben" wieder bezahlbar machen? Egal.

Make Asia great again - Foto: Collage

Das muss man sich mal vorstellen: Der Kerl hatte 1989 Schulden von mehreren Milliarden! Die Gläubiger/Banken sahen es jedoch als "wirtschaftlicher" an, ihn weiter zu finanzieren, anstatt diese Schulden einzutreiben/abzuschreiben. Aber jede/r die/der im normalen Leben einen Kredit von ein paar tausend Euro nicht zurückzahlen kann, bekommt den Gerichtsvollzieher ins Haus. Was hätte damals mitunter der Welt erspart bleiben können? Letzte Chance: Im Dezember 2023 urteilte der Colorado Supreme Court, dass sich Trump an einem Aufstand beteiligte, was auch ohne strafrechtliche Verurteilung bewiesen war. Eigentlich hätte er damit in Colorado und 15 weiteren Bundesstaaten kein Präsidentschaftskandidat werden können. Die Entscheidung wurde aber erst im Januar 2024 rechtskräftig, (Achtung!) um Trump Gelegenheit zu geben, beim obersten Gerichtshof Berufung einzulegen, was er tat... und gewann: Im März wies der Oberste Gerichtshof alle Klagen ab. Unglaublich, oder? Das Ergebnis ist bekannt.

Das Anti-"who is who" der Welt gab sich nun zur Amtseinführung ein "Stelldichein": AfD-Co-Chefin Alice Weidel setzt "Hoffnung in den neuen US-Präsidenten Donald Trump" und generell lief die AfD in Mannschaftsstärke zur Amtseinführung auf, so wie keine andere Deligation. Italiens rechte Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat dem neuen US-Präsidenten Donald Trump zu seiner Rückkehr ins Weiße Haus gratuliert. Argentiniens Kettensägen-Präsident Javier Milei war zu Gast, genauso wie der britische Rechtspopulist Nigel Farage. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hofft auf ein Weiterbestehen der "Freundschaft" zum neuen US-Präsidenten Donald Trump. Heilige Mutter Maria... ich muss kurz den Würgreflex unterdrücken.

Okay, geht wieder. In seiner ersten Rede als neuer US-Präsident beklagt Trump eine Krise des Vertrauens in die politische Führung der Vereinigten Staaten. Ein rund halbstündiger Crashkurs im Schwurbeln, eine Kampfansage an alle echten, erdachten und gefühlten Feinde der neuen USA. Die 55 Meter hohe Kuppel des Kapitols, sie reichte gerade so für den gewaltigen Messias-Komplex eines Mannes, dem abseits seiner gefährlichen Ambitionen nichts und niemand heilig ist. Sein Hofstaat aus Kindern, Schwiegersöhnen, Enkeln, johlte brav zu dem ganzen wirren Zeug. Überhaupt: Ein Moderator merkte an, dass diese enorme Anhäufung an Familie eher an eine Zeit erinnere, als Könige noch das Zepter schwungen und die ganze königliche Familie... naja, sollte klar sein, was ich meine.

"Während wir uns heute versammeln, sieht sich unsere Regierung mit einer Vertrauenskrise konfrontiert. Viele Jahre lang hat ein radikales und korruptes Establishment unseren Bürgern Macht und Reichtum entzogen, während die Säulen unserer Gesellschaft zerbrochen und scheinbar in völligem Verfall lagen", sagte Trump, während sein Vorgänger zwei Meter hinter ihm sitzt. Nun aber stehe die Supermacht "am Beginn einer aufregenden neuen Ära des nationalen Erfolgs". Seinem Land stellte er in Aussicht "Das goldene Zeitalter Amerikas beginnt genau jetzt" - ähnlich waren seine Worte bereits 2017. "Amerikas Niedergang ist vorbei", sagte der Republikaner und kündigte an, gegen eine "korrupte und radikale Elite" vorzugehen. 

Ähm, darf ich nochmal festhalten, dass er den reichsten Menschen der Welt (Elon Musk) in sein Beraterteam geholt hat? Und auch der zweitreichste Mensch (Jeff Bezos, Amazon-Gründer) und der drittreichste (Mark Zuckerberg, Facebook-Gründer) klatschten bei der Einführung in erster Reihe eifrig Applaus. Apple-Chef Tim Cook war etwas abseits davon neben Google-Mitgründer Sergey Brin. Auch Sam Altman, der Chef des ChatGPT-Entwicklers OpenAI, war unter den Anwesenden, ebenso wie TikTok-Chef Shou Chew. Und nicht wenige davon haben massiv seinen Wahlkampf gesponsert. Ja nee, iss klar - Politik "gegen die Elite(n)". Joe Biden warnte zuletzt vor einer Oligarchie in den USA - now we have the salad.

Die ihm unterlegenen Präsidentschaftskandidatinnen Kamala Harris und Hillary Clinton, seine Vorgänger Joe Biden, Barack Obama, George W. Bush und Bill Clinton: Sie alle mussten in der Kuppelhalle des Kapitols, die Trump-Anhänger vier Jahre zuvor gewaltsam gestürmt hatten, zuhören, wie Trump über das „Versagen der Eliten“ sprach. Trump kündigte an, dass er einen „schrecklichen Verrat am amerikanischen Volk“ rückgängig machen werde. Bezeichnend, dass um ihn herum beinahe alle Standing Ovations geben, Biden und Harris sitzen wie versteinert da.

Standing ovations für Trump - nicht von Biden und Harris - Screenshot ZDF Special

Weiß auch nicht, warum ich an dieses historische Bild dabei denken muss - Quelle: Wikipedia
 

Die Inaugurations-Reden von frisch vereidigten US-Präsidenten sind normalerweise Hochämter der politischen Kultur. Unvergessen: "Frag nicht, was dein Land für dich tun kann – frag, was du für dein Land tun kannst." aus der Antrittsrede des demokratischen US-Präsidenten Kennedy 1961. Die Rede von Trump dürfte als Tiefpunkt in die Geschichte der USA eingehen.

Erste Amtshandlung: Der frisch vereidigte Staatschef hat angeordnet, dass die Flaggen bei Amtseinführungen von US-Präsidenten stets auf voller Höhe gehisst werden müssen. Der Hintergrund ist der Tod des ehemaligen Präsidenten Jimmy Carter Ende Dezember. Joe Biden ordnete nach dessen Tod eine 30-tägige Trauerperiode an. Das hatte zur Folge, dass auch während der Amtseinführung Trumps die US-Flaggen auf halbmast gehisst hätten müssen - partiell wurde dies aber speziell am Kapitol wohl nicht umgesetzt. Nach Trumps Anordnung weht die Flagge auf dem Weißen Haus nun wieder normal - der Erlass gilt für alle US-Regierungsgebäude, Militäreinrichtungen und Botschaften im Ausland. Man hätte sich das Zeichen nur mal ausdenken müssen: Trump wird vereidigt und die Flaggen wehen auf Halbmast. Hätte der Ex-Präsident denn nicht wann anders sterben können?! Eigene Befindlichkeiten gehen vor dem Respekt vor Verstorbenen.

Mehr als hundert weitere Amtshandlungen hat Donald Trump in den ersten Stunden seiner Präsidentschaft in Gang gesetzt. Vor Zehntausenden Fans unterzeichnete er in einer Mehrzweckhalle in Washington öffentlich 80 Papiere, mit denen er u.a. Dekrete seines Vorgängers Joe Biden aufhob. Als er fertig war, warf er einige der von ihm benutzten Stifte in die Menge. Später ging es im Oval Office weiter. Unter anderem steigen die USA wieder aus dem Pariser Klimaschutzabkommen aus, ebenso wie aus der Weltgesundheitsorganisation WHO. Er rief den nationalen Notstand an der Grenze zu Mexiko, wie auch den Energienotstand (die Öl- und Gasförderung will Trump so weit wie möglich ausweiten - "Drill Baby Drill") aus. Die USA würden ihre Flagge „auf dem Mars hissen“, sagte Trump in seiner Antrittsrede. Im Publikum reckte Raketen-Unternehmer Elon Musk bei diesem Satz euphorisch grinsend beide Daumen. Ein Dekret soll Transgenderrechte im Militär und in Schulen aufheben. Er will den Panama-Kanal "zurückholen" (wurde 1999 von den USA an Panama übergeben und ist "unveräußerliches Eigentum des panamaischen Volkes"), den "Golf von Mexiko" in "Golf von Amerika" und den Berg Denali in Alaska wieder nach dem früheren Präsidenten in Mount McKinley umbenennen (die Umbenennung erfolgte unter Obama auf Wunsch der Einwohner Alaskas) und im Grunde alle Länder mit Strafzöllen belegen: Kanda, Mexiko, Europa, China... alle, die nicht nach seiner Pfeife tanzen.

Zudem begnadigte er gut 1.500 Menschen, die im Zusammenhang mit dem Sturm auf das Kapitol am 6. Januar 2021 angeklagt wurden. Na Bravo! Es kommt noch (wenn man das so nennen kann) skurriler: In der Sport-Arena hat er Angehörige israelischer Geiseln auf die Bühne geholt, deren Verwandte von der Hamas verschleppt wurden. In deren Beisein verkündet er dann, er werde nun „eine große Zahl von Geiseln des 6. Januar“ begnadigen, denn: „In den meisten Fällen haben sie nichts falsch gemacht.“. Zur Erinnerung: Die Teilnehmer wurden von ordentlichen Gerichten (!) wegen unterschiedlichster Delikte vom Hausfriedensbruch bis zu tätlichen Angriffen auf Polizisten (!) verurteilt. Diese Schläger und Chaoten setzt der US-Präsident mit den Opfern eines bestialischen Terroraktes gleich. Keine Pointe.

Es wird die nächsten Tage, Wochen, Monate, Jahre noch reichlich Stoff geben, aus dem man die eine oder andere Seifenoper schreiben könnte, wenn es nicht die harte Realität und damit so traurig wäre. Trump agiert immer nach demselben Muster: Er kommt mit extremen Forderungen, die nach unserem Verständnis irrational und nicht erfüllbar sind – und er deutet negative Konsequenzen an, ohne die konkrete Drohung auszusprechen. Nur immer schön vage bleiben (s.o. "eine große Zahl", "in den meisten Fällen"). Damit hat er Erfolg, denn seine Verhandlungspartner sind sofort in der Defensive und reden nur noch über Trumps Forderungen. Gleichwohl er zwei Versprechen bereits gebrochen hat: Die Drohung, unmittelbar nach Amtsantritt hohe Importzölle für Mexiko und Kanada zu erheben, wurde bislang nicht umgesetzt. Trump erklärte dazu: "Ich denke, wir werden es am 1. Februar tun." (wieder ein vages "ich denke"). Ein weiteres nicht erfülltes Versprechen betrifft den Ukraine-Krieg: Er hatte im Wahlkampf versprochen, diesen sofort zu beenden, konkret: Er könne den Krieg innerhalb von „24 Stunden“ beenden. Inzwischen sagte er, er wolle dies "so schnell wie möglich" tun, nennt „sechs Monate“ als Zeithorizont. Er betonte, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zu einem Deal bereit sei, äußerte jedoch Unsicherheit über die Zustimmung von seinem Kumpel und Kremlchef Wladimir Putin. Da haben wir es wieder: Im Wahlkampf für komplexe Probleme, einfache Lösungen versprechen, die es in der Realität aber nicht gibt. Beliebtes Mittel bei allen Populisten.

Dennoch: Beim Abschied von seinen Mitarbeitern hat Joe Biden unmissverständlich klargemacht, was er von der Antrittsrede seines Nachfolgers Donald Trump hält. "Wir verlassen das Amt. Wir werden den Kampf nicht aufgeben.", sagte Biden auf dem Militärflugplatz Joint Base Andrews in der Nähe von Washington. Biden, gläubiger Katholik, lachte wie ungläubig, verfinsterte dann seine Miene und bekreuzigte sich. "Wir haben noch eine Menge zu tun. Gott stehe uns bei.", meinte Biden, der Trump immer wieder als Gefahr für die Demokratie bezeichnet hat. Kurz vor seinem Amtsende warnte der Demokrat noch eindringlich davor, dass sich die Macht in den Händen einiger weniger extrem reicher Menschen konzentriert ("Oligarchen") und dass unkontrollierter Machtmissbrauch gefährliche Folgen haben könnte.

By the way: Trumps Amtseinführung fiel (zufälligerweise) auf den statistisch deprimierendsten Tag des Jahres. Nur nebenbei.

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