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Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit

Es gibt diesen schönen Satz: Wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit. Deutsche Sprache ist einfach fantastisch. Soll heißen: Wer sich dem allgemeinen Fortschritt verschließt, wer im ewig Gestrigen lebt und sich nicht wandelt, für den ist über kurz oder lang Feierabend. In der Biologie nennt sich das Evolution. Doch auch im Alltäglichen bzw. in der Wirtschaft kann man das Phänomen bestaunen. Prominentestes Beispiel: Warenhäuser. Ein Gag aus Pandemie-Zeiten: Konnte sich nicht die Hände waschen, ausgestorben - Foto: Pixabay Die Konsumtempel waren seinerzeit der große heiße Scheiß. Ich erinnere mich noch relativ gut, als in meiner Geburtsstadt ein Woolworth eröffnete. Ja, der Schrottladen, wo du heute jeglichen Ramsch und Kitsch zum Discounterpreis bekommst. Das war damals, ich denke so Ende der 1980er DAS Erreignis in unserem 13.000-Einwohner_innen-Städtchen - "wir haben jetzt ein Kaufhaus" konnte man sagen. Immer noch weit, weit entfernt von den Karstadt's und H...

Leben offline?

Die Älteren werden sich erinnern...  das "Mobiltelefon" hieß früher Telefonzelle und der passende Tarif dazu Telefonkarte "E-Mails" waren Postkarten oder Briefe und unsere "Inbox" der Briefkasten und der "ISP" die Deutsche Post das "Instagram" war eine Kork-Pinnwand, an welche Konzertkarten, Fotos und Co. gepinnt wurden, Fotos die z.B. mittels einer Polaroid-Kamera gemacht wurden "Facebook" bzw. unsere Erinnerung an Erinnerungen war ein Tagebuch oder ein Fotoalbum Für viele Kinder (vor den 90ern) das "Handy" (links) und der "Messanger" (rechts) - Bild: Netzfundstück Gießener Allgemeine © Oliver Schepp Menschen, die versuchen in der heutigen Zeit offline zu leben, werden teils angeschaut, als würden sie als Einsiedler im Wald leben und an Steinchen lutschen. Gut, manche melden sich vielleicht von Facebook, Instagram oder Twitter ab, weil sie von den (un-)sozialen Medien die Schnauze voll haben. Aber man stel...