Was haben wir in den vergangenen Jahren nicht für wundersame Konstellationen erlebt, mit der schönsten Nebensache der Welt? 2018 vergab die FIFA die Fußball-WM (der Männer) an Russland (da hatte man schon vier Jahre lang die Krim annektiert), 2022 an Katar (Stadionbesuch bei +35 Grad oder Public Viewing daheim zur Weihnachtszeit mit Glühwein statt Dosenbier), 2034 ist Saudi-Arabien dran - auch so ein Staat, der für Pressefreiheit und Menschenrechte überall bekannt ist. Und dieses Jahr also in den USA nebst Kanada und Mexiko. FIFA-Chef Gianni Infantino hat Trump einen kiloschweren, selbst erschaffenden Friedenspreis überreicht (den gab es früher nicht) und eine Medaille, die sich der US-Präsident selbst umhängen durfte. Kritiker empfanden die Show als reine Selbstdarstellung - außerdem soll die FIFA als Organisation laut Statuten eigentlich unpolitisch sein. Naja. Unabhängig davon: Was derzeit in den USA abgeht, ist eigentlich unterirdisch. Und mit dem sportlichen Großereignis bek...
Am Wochenende wurde der FC Bayern München (die Herren - die Damen können in Kürze nachziehen und ebenfalls vorzeitig den Titel holen ) deutscher Fußballmeister. Mal wieder. Zum 35. Mal in der Geschichte... FÜNFUNDDREIßIG MAL. Der DFB ist gerade in seiner 63. Spielzeit. Rein rechnerisch hat der FC Bayern also mehr als jede zweite Saison gewonnen. Und dieses Mal mit einer Dominanz, dass man befürchten muss, dass es (auf Dauer) ziemlich langweilig in der Bundesliga werden dürfte bzw. bleibt. Da waren Siege gegen Bremen und Berlin (je 4:0), Hamburg (5:0), Hoffenheim (5:1), Leipzig (6:0), Freiburg (6:2) oder Wolfsburg (8:1) - und das waren nur die Heimspiele. In ihren eigenen Stadien bekamen Frankfurt, Bremen und M'Gladbach (je) drei Tore eingeschenkt, Heiden- und Hoffenheim je vier, Stuttgart, Leipzig und St. Pauli sogar fünf. Sie können nach dem 30. Spieltag 79 Punkte auf dem Konto verbuchen - diese resultierten aus 25 Siegen, vier Unentschieden und nur einer Nieder...