...sondern für das Leben. Ein Satz ähnlich bekannt, verhasst, antiquiert wie " Solange du deine Füße unter meinen Tisch stellst ...". Doch in der Tat lernen wir für das (spätere) Leben. Doch bei bestimmten Dingen fragt man sich dennoch "warum?". Wann brauche ich im Leben (wirklich) eine Kurvendiskussion? Vor allem wenn ich beispielsweise lieber Gärtner oder Erzieherin werden möchte. Ist es heute noch zeitgemäß eine Multiplikation oder Division minutenlang schriftlich erledigen zu können, wenn praktisch jede Armbanduhr und erst recht jedes Smartphone einen eingebauten Taschenrechner inne hat? Und wenn wir gerade schon bei dem Thema sind: Warum dürfen Schüler_innen in der Sekundarstufe komplizierte Rechnungen mit dem Taschenrechner lösen, in der Uni später dann jedoch nicht? Vor 100 Jahren haben Kinder Schreibschrift gelernt, als sollte jedes einzelne später einmal Plakatmaler_in werden. Heute wäre es sicher sinnvoller die Zehn-Finger-Technik an der Tastatur zu lernen...
Ich konnte das einfach am Sonntagabend nicht mehr... Thorsten Frei, Unions-Fraktionsvorsitzender, antwortete am Wahlabend in der ARD auf die Frage, wenn Friedrich Merz (CDU) aktuell eine Zustimmung von neun Prozent (!) erfährt, ist es dann nicht an der Zeit, dass man vielleicht mal doch über den Vorsitzenden reden muss, mit einem klaren und eindeutigen " Nein! Wir brauchen Stabilität! ". WAS IST BITTE AN 9% ZUSTIMMUNG STABIL? Das gilt auch für die andere Regierungspartei: Bärbel Bas (SPD) wird zum Wahlergebnis interviewt und das erste, was ihr einfällt, ist etwas in der Art " Vor Wochen hat man uns abgeschrieben, jetzt haben wir unser Ergebnis (der letzten Wahl) gehalten - darauf können wir stolz sein "... Ähm, Bärbel... eine rechtsradikale Partei hat mit sehr deutlichem Abstand nach über 90 Jahren in Deutschland eine Wahl gewonnen. Wie wäre es mit einem "Das ist ein schwarzer Tag für Sachsen-Anhalt" oder "Das ist heute ein schwarzer Tag für das g...