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Wunden gibt es immer wieder...

...dieser leicht abgewandelte Titel des Liedes, mit dem Katja Ebstein 1970 den dritten Platz beim Eurovision Song Contest (ESC) bzw. dessen Vorläufer belegte, ist Programm für das, was in den letzten 15 Jahren beinahe ausnahmslos jeder deutsche Beitrag beim weltweit größten Musik-Event erfahren musste: Wunden lecken am Tag danach. Wer sich den ESC aus deutscher Sicht anschaut, muss (seit Jahren schon) eine gewisse Leidensfähigkeit mitbringen. Mit grandioser Zuverlässigkeit, rangiert Schwarz-Rot-Gold am Ende der Show, nach grob vier Stunden, irgendwo auf der rechten Seite des Tableaus und dort sogar meist recht weit unten. Und dennoch heißt es im Folgejahr immer wieder hoffnungsvoll "aber diesmal" oder "damit schaffen wir es aber jetzt". Nur um dann wenige Monate wieder dieselben Schlagzeilen zu lesen "Enttäuschung beim ESC". Wie kann man enttäuscht sein, wenn man streng genommen keine Erwartung hatte bzw. haben durfte? Wünscht man sich bei manchen ESC-Beit...
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Sachsen-Anhalt könnte zu einer Art "Sandbox" werden

Am 6. September findet die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt statt. Das klingt weit weg, ist aber in weniger als fünf Monaten. Anfang 2022 lag die AfD in diesem Bundesland bei etwas um die 20% in den Umfragen. 2023 bereits bei 26%, 2024 bei 30% und seit September 2025 bei 39 oder 41%. Sie hat also stetig hinzugewonnen in der Gunst der Wähler_innen. Aktuell zumindest scheint allerdings das Ende der Fahnenstange erreicht zu sein (vorerst). Was bedeutet das denn nun? Vielerorts wird vor einer "absoluten Mehrheit" gewarnt, welche die Partei erlangen könnte. Da das letzte Mal, wo eine Partei hierzulande allein regieren konnte schon sehr lange her ist und sich nicht mehr viele daran erinnern werden, hier einmal ein Rechenbeispiel, wie dies möglich werden kann... KI-generiertes Bild anhand des AfD-Wahlprogramms Wenn wir mal folgendes Szenario ausmalen: Die AfD kann lt. der letzten Umfrage  mit 41% der Stimmen rechnen, die CDU 26% und die Linke 12% der Stimmen. Grüne und BSW würden nach...

Was "typisch Deutsch" ist? Ich sag's euch!!

Gartenzwerg und Sauerkraut, Bier und Oktoberfest: Das sind nur wenige Beispiele, die viele Menschen mit Deutschland verbinden. Andere wiederum denken an Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit, wieder andere an klassische Musik, Schiller, Goethe & Co. Was typisch deutsch ist, hängt also stark vom Betrachter und vom jeweiligen Kontext ab. Und vorab schon mal der wichtigste Grundsatz: Verallgemeinerungen sind immer Unsinn! Der/die Deutsche an sich wird im Ausland gerne mal mit gewissen Assoziationen und ja auch Stereotypen in Verbindung gebracht. Beispielsweise vorrangig für Amerikaner ist "Bayern = Deutschland", bzw. in jener Vorstellung tragen halt alle Deutschen (das ganze Jahr) Dirndl und Lederhosen. Aber Europa ist dort für viele auch ein "Land".  Grafik: Collage   Das gilt allgemein hin als „ Typisch Deutsch “: 11 Beispiele Pünktlichkeit: Als besonders pünktlich gelten Deutsche vor allem bei Menschen aus Ländern mit einem etwas lockeren Umgang mit der Zeit – etw...

Linke Politik ist nicht "vorbei" - sie ist überfällig!

Kanzler Merz sagte 2025 beim Blick auf das (vorläufige) Ergebnis der Bundestagswahl seinerzeit " Linke Politik ist vorbei! ". Nun, das ist derselbe Mensch, welcher 2018 die AfD halbieren wollte - damals lag sie ca. bei 14%. Derselbe Mensch, der mit seinen Äußerungen ( Stadtbild-Debatte , Lifestyle-Teilzeit , Belém-Bashing und Co. ) mehr und mehr beim Volk aneckt und eigentlich schon sämtliche Bevölkerungsgruppen durchbeleidigt oder herabgewürdigt hat. Naja, vielleicht bis auf Babys und Kleinkinder... aber was nicht ist, kann ja noch werden: " Diese Säuglinge mit ihrer Vollversorgungsmentalität und ständig diese Milch-Life-Balance. Schluss mit faul an der Brust rumhängen - LAUFEN LERNEN! ".  Ich meine, wir kennen ja alle sein "Herz für Kinder": Bei der gleichnamigen Spenden-Gala im Dezember 2024 wollte er zunächst sehr komplex für jeden Prozentpunkt, den die CDU in den Umfragen nach Silvester hat, 100 Euro spenden . Seinerzeit lag die CDU/Union in den Um...

Fußball = Boykott?

Was haben wir in den vergangenen Jahren nicht für wundersame Konstellationen erlebt, mit der schönsten Nebensache der Welt?  2018 vergab die FIFA die Fußball-WM (der Männer) an Russland (da hatte man schon vier Jahre lang die Krim annektiert), 2022 an Katar (Stadionbesuch bei +35 Grad oder Public Viewing daheim zur Weihnachtszeit mit Glühwein statt Dosenbier), 2034 ist Saudi-Arabien dran - auch so ein Staat, der für Pressefreiheit und Menschenrechte überall bekannt ist. Und dieses Jahr also in den USA nebst Kanada und Mexiko. FIFA-Chef Gianni Infantino hat Trump einen kiloschweren, selbst erschaffenden Friedenspreis überreicht (den gab es früher nicht) und eine Medaille, die sich der US-Präsident selbst umhängen durfte. Kritiker empfanden die Show als reine Selbstdarstellung - außerdem soll die FIFA als Organisation laut Statuten eigentlich unpolitisch sein. Naja. Unabhängig davon: Was derzeit in den USA abgeht, ist eigentlich unterirdisch. Und mit dem sportlichen Großereignis bek...