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"Germany - zero points!" - Mal wieder...?

Ich war beim diesjährigen Vorentscheid des Eurovision Song Contest "ESC" (leider) anderweitig verhindert und musste mir alles im Nachgang anlesen und anschauen. Doch ganz ehrlich? Verpasst habe ich wohl nichts. Noch bevor in Deutschland überhaupt der ESC-Vorentscheid 2026 am Samstag (28. Februar 2026) über die Bühne gegangen ist, sah es bereits düster aus: In den internationalen Wettquoten ist Deutschland regelrecht in den Keller gerauscht – und das ohne feststehenden Act! Während Länder wie Finnland, Griechenland oder Dänemark bereits zweistellige Siegchancen verbuchten, dümpelte Deutschland laut der ESC-Website eurovisionworld.com im hinteren Feld. Stand heute reicht es nur für Platz 22. Der deutsche Beitrag – obwohl bis dahin noch gar nicht gekürt – kam in den Prognosen lediglich auf rund ein Prozent Siegchance. Da hat man einfach mal die Statistik und die glorreichen letzten Plätze der Vergangenheit zusammengezählt.

Bild: KI-generiert

Nun steht der Titel fest und es ist - oh Wunder - die Favoritin, die mit dem "größten Namen". Ich weiß nicht, ob das für einen Vorentscheid "fair" ist, wenn man acht Künstler_innen dabei hat, von denen die breite Masse so ziemlich nichts gehört hat und eine, die einem breiteren (TV-)Publikum zumindest einigermaßen geläufig ist (dazu unten mehr). Dabei hätte man gerade jetzt "mehr Mut zeigen" können. 30 Jahre lang war der NDR für das Format zuständig, hatte die Vorauswahl bestimmt und sich in all den Jahren wenig erfrischend gezeigt, ist lieber stets auf "Nummer sicher" gegangen, nichts riskieren. In diesem Jahr übernahm erstmals der SWR das Ruder, doch wer Erfrischendes erwartet hatte, wurde enttäuscht. Dass die prominenteste Kandidatin den Vorentscheid gewinnt, war jedoch keine Überraschung, sondern wirkte angesichts der finalen Auswahl des Senders wie gewollt.

Dazu kommt: Eine drei Stunden lange Show, bei gerade einmal neun Acts, die jeweils - so will es das internationale Reglement - nicht länger als drei Minuten sein dürfen. Wären wir bei netto 27 Minuten. Gut, okay... soll ja kein Medley sein, also auch etwas Pause zwischen den Titel und Anmoderationen mit dazu - dann haben wir aber immer noch keine Dreiviertelstunde. Doch dann kommen ja diverse Schnelldurchläufe und die besten drei dürfen dann nochmal performen - also natürlich dieselben Lieder. Da ist manches ja schon zwei Stunden her und bewegte sich ja schließlich auch alles im schmalen Genre-Korridor aus verträumtem Indie, gefälligem Pop und radiotauglichem Wohlklang: Fast alle Lieder klangen zwar nett, verschwanden aber direkt nach dem Abklingen ihrer letzten Note aus dem Gedächtnis des Hörers/der Hörerin - das ist für einen Contest, bei dem in kurzer Zeit rund zwei Dutzend Lieder um die Ohren gehauen werden, nicht unbedingt von Vorteil. Und am Ende muss der Siegertitel natürlich NOCHMAL auftreten, so will es das Showgeschäft - zum dritten Mal in drei Stunden. Zumindest schafft man so eine Art Wiedererkennungswert beim deutschen Fernsehpublikum, aber das darf ja bekanntermaßen nicht für den eigenen Titel abstimmen (und selbst wenn, wette ich, würden wir auch dann nicht gewinnen). Ich hab's mir jetzt 1,5 Mal angeschaut/-hört und verspüre nicht den Drang es nochmal abzuspielen oder mir auf's Handy zu streamen.

Die 20-köpfige internationale ESC-Expertenjury war hochkarätig besetzt. Mit der ehemaligen ESC-Siegerin Ruslana, dem Ex-Teilnehmer Luca Hänni, ESC-Hitproduzenten und sonstigen ESC-Koryphäen. Trotzdem sahen die 20 Menschen in ihren Stühlen irgendwie aus, wie die Promis am Telefon des RTL-Spendenmarathons. Diese Jury wählte dann im ersten Step drei der neun Darbietungen aus, welche es in das "Super-Finale" schafften. Darunter:

Damit gab es einmal was Rockiges, einmal was Tanzbares und etwas Zartes, Zerbrechliches, Nachdenkliches (und Spiel, Spannung und Schokolade). Da war doch nun wirklich für jede/n etwas dabei. Man sollte meinen, eine Jury macht sich auch Gedanken, was denn dieses Jahr "ziehen" könnte. Was hat die Vorjahre gewonnen? Wollen die Zuschauer_innen nicht die x-te Ballade oder erneut ein Hard-Rock-Hallelujah wählen? Aber man wählte drei grundverschiedene Optionen und wälzte die Entscheidung auf den Souverän, das Fernsehpublikum, ab. Obgleich dieser Auswahl, sah sich offenbar dieses (etwa 3,65 Mio. insgesamt) dennoch mehr oder minder überfordert und votete Sarah Engels mit 38,30% auf Platz eins, "wavvyboi" mit 34,15% dahinter und "Molly Sue" mit 27,55% auf den dritten Rang. Alles relativ dicht beieinander (kein "60/30/10" mit eindeutiger Tendenz). Übrigens sangen zwei der neun Finalisten auf Deutsch - keine/r schaffte es davon ins "Super-Finale". 

Randfakt: Bis 1998, als Guildo Horn der Eurovision mit Nussecken und Himbeereis seine Liebesgeständnisse entgegensäuselte, war es verpflichtend, in einer offiziellen Landessprache zu singen. In den 1970er-Jahren war die Regel kurzzeitig ausgesetzt - und bescherte den Fans "Waterloo" von ABBA. Seit 1999 hat sich Englisch als "Lingua franca" - also allgemein gültige "Verkehrssprache" - des Gesangswettbewerbs etabliert - in der Hoffnung, dass die Beiträge nach dem Eurovision-Boost auch international die Charts stürmen. Deutschland hat seither nur sechs auf Deutsch gesungene Songs ins Rennen geschickt - Stefan Raabs gebrabbeltes "Wadde hadde dudde da" aus dem Jahr 2000 mitgezählt, war bereits mit das Erfolgreichste (Platz 5).

Gleichzeitig feiern andere Länder in ihrer Landessprache ESC-Erfolge: "Cha Cha Cha" von Finnlands Käärijä schrammte 2023 knapp am Titel vorbei, genauso Frankreichs Barbara Pravi mit "Voilà" im Jahr 2021. "Bara bada bastu" von KAJ aus Schweden schaffte vergangenes Jahr Platz vier und die Italo-Rocker von Måneskin gewannen den ESC 2021 mit "Zitti e buoni" gar in ihrer Landessprache. Gleiches gelang dem ukrainischen Kalush Orchestra, das 2022 den Titel holte, wenngleich da auch politische Solidarität eine Rolle spielte.

Über die Jahre hat sich der Wettbewerb auch zu einer der größten Bühnen für gelebte Vielfalt entwickelt: nationale, sexuelle - aber eben auch sprachliche. Beim ESC geht es schon lange nicht mehr nur um Noten und Performance, sondern schon lange um Politik. Israel darf in diesem Jahr am Eurovision Song Contest in Wien teilnehmen, wie die Europäische Rundfunkunion im Dezember mitteilte. Nach der Entscheidung kündigten die Sender mehrerer anderer Länder einen Boykott des Musikwettbewerbs an: Spanien, Irland, die Niederlande und Slowenien erklärten ihren Verzicht bereits offiziell. Der spanische Sender RTVE ist - wie Deutschland - einer der fünf wichtigsten Geldgeber der Veranstaltung. Irland ist mit sieben Siegen beim ESC und dessen Vorgänger-Veranstaltungen eines der erfolgreichsten Länder des traditionsreichen Musikwettbewerbs. Der dort zuständige Sender RTÉ hält die Beteiligung Irlands "angesichts der entsetzlichen Verluste an Menschenleben im Gazastreifen und der dortigen humanitären Krise weiterhin für unverantwortlich". RTÉ ist ferner "zutiefst besorgt über die gezielten Tötungen von Journalisten im Gazastreifen und die anhaltende Verweigerung des Zugangs für internationale Journalisten zu dem Gebiet". Wegen der Teilnahme Israels in diesem Jahr gab ESC-Star Nemo aus der Schweiz sogar den Pokal für den Sieg im Jahr 2024 zurück. "Ich habe nicht mehr das Gefühl, dass diese Trophäe in mein Regal gehört", schrieb Nemo bei Instagram.

Deutschland wird die Show nicht boykottieren. Nun ist es also an Sarah Engels, welche 2011 in der achten Staffel "Deutschland sucht den Superstar" den zweiten Platz belegte und sich danach mit ihrem (Ex-)Mann Pietro Lombardi als Duo versuchte, dann als Solo-Sängerin, 2. Platz bei „Let’s Dance“ über ihre Siege bei „Das große Promibacken“, „The Masked Singer“ und „Dancing on Ice“ und zuletzt im Musical "Moulin' Rouge" mitspielte, Deutschland zu vertreten. Und wer mit einem mehr oder minder großen Namen hat sich nicht schon alles (erfolglos) versucht: Scooter, Sabrina Setlur, No Angels, Unheilig, Santiano, die Kelly Family, Voxxclub, Michelle, Rudolph Mooshammer, Jeanette Biedermann, Lotto King Karl und Ikke Hüftgold sind nur einige Namen in der deutschen ESC-Geschichte.

Beim ESC sieht man seit gefühlten Ewigkeiten immer wieder diverse Künstlerinnen aus unterschiedlichsten Ländern, die mit einem Eurodance-Track, wenig Stoff am Outfit, dafür viel Haut, einigen Tänzerinnen und Pyroshow punkten wollen. Genau diese Rezeptur hat man nun auch Sarah Engels mit auf den Weg gegeben. Geklappt hat das selten. Und es gibt erstaunliche Ähnlichkeiten zwischen dem Siegertitel des deutschen Vorentscheids 2026 "Fire" von Sarah Engels und dem Beitrag aus Zypern 2018: Der Titel damals "Fuego" - spanisch für "Feuer". Hmmmm....

Screenshot aus dem Beitrag des Vorentscheids

Gewisse Parallelen sind zu erkennen - Screenshot Eurovision.de

Schauen wir nochmal auf die letzten Siegertitel zurück:

  • 2014 in Kopenhagen gewinnt der Travestiekünstler Thomas Neuwirth alias "Conchita Wurst", mit Vollbart im Abendkleid mit der kraftvollen Ballade "Rise Like A Phoenix". Ein bis dahin noch nie dagewesener Erfolg für die queere Community.
  • 2015 in Wien gewann Måns Zelmerlöw für Schweden mit dem Lied "Heroes", auch aufgrund der aufwändigen Projektion, mit welcher der Sänger teilweise verschmolz.
  • 2016 errang in Stockholm die Sängerin Jamala mit "1944" den Sieg für die Ukraine. Der Titel 1944 bezieht sich auf das Jahr, in dem der sowjetische Diktator Josef Stalin Jamalas Urgoßeltern deportieren ließ.
  • 2017 gewann in Kiew dann Salvador Sobral aus Portugal mit dem jazzigen Titel "Amar pelos dois" ("Für beide lieben"). Es handelt von einer verlorenen Liebe und den Versuch, sie wiederzuerlangen. Mitte Dezember 2017 erhielt Sobral in einer Klinik in Lissabon ein Spenderherz, knapp zwei Wochen später wurde er wegen Nierenversagens eingeliefert. Aufgrund dieser gesundheitlichen Einschränkungen wurde er bei den Proben des ESC im Frühjahr teils von seiner Schwester vertreten, mit der er den Siegertitel gemeinsam sang.
  • In Lissabon feierte dann 2018 mit Netta und ihrem Song "Toy" eine Künstlerin aus Israel den Sieg, die absolut gar nicht dem Standard-Schönheitsideal entsprach. Das Lied sei eine Antwort auf die MeToo-Debatte um sexuelle Belästigung in der Unterhaltungsbranche, so die Sängerin.
  • 2019 gewannen die Niederlande dann in Tel Aviv mit Duncan Laurence und "Arcade". Die Pop-Ballade handelt von einer „nicht gelebten Liebe“ und dem „Verlust eines geliebten Menschen, der jung gestorben ist und deshalb die große Liebe nicht mehr erleben kann.".
  • Da aufgrund Corona die Veranstaltung 2020 nicht stattfand, kam es erst 2021 in Rotterdam zum Sieg der bereits erwähnten Rock-Gruppe Måneskin aus Italien mit dem Titel "Zitti e buoni" („Leise und brav“). Auftritt und Gesang in Landessprache war ein großer Kontrast zu den Vorjahres-Siegern.
  • In Turin 2022 gewann dann das ukrainische Kalush Orchestra mit "Stefania". Laut Frontmann Psjuk sei der Titel eine Widmung an seine Mutter, nach der das Lied benannt ist. Der Titel kombiniert ethnische Elemente mit Rap und ukrainischer Volksmusik. Aufgrund des Überfalls Russlands wenige Monate zuvor, darf dieser Sieg eindeutig als politisches Zeichen verstanden werden.
  • Da aufgrund des Kriegs in der Ukraine eine Veranstaltung dort als zu risikoreich bewertet wurde, diente Liverpool 2023 als Gastgeber. Gewinner wurde Loreen aus Schweden mit "Tattoo", ein Song der von Liebe und Kampf handeln soll und musikalisch dem Europop zuzuordnen ist. Ähnlich wie ihr Siegertitel "Euphoria" aus dem Jahr 2012.
  • 2024 gewann in Malmö dann der Schweizer Nemo mit dem Titel "The Code". Der Song handle von der nichtbinären Identität, wobei deren Realisieren "Freiheit" bedeute. Die Teilnahme am ESC bedeute, "aufzustehen für die ganze LGBTQIA+-Community". Es gelte, um sich nicht "wie ein Mann oder eine Frau zu fühlen […] ein paar Codes aufzubrechen.".
  • Und schließlich 2025 in Basel holte der derzeit amtierende ESC-Sieger "JJ" mit "Wasted Love" den insgesamt dritten Titel für Österreich. "Wasted Love" wird als Mischung aus Ballade zwischen Pop, Oper sowie Techno beschrieben. Der Sänger, welcher sich als queer bezeichnet, wechselt im Laufe des Titels jeweils zum Refrain die Stimmlage. Auch das in der Art der Darbietung herausstechend.

In Summe lässt sich also durchaus sagen, dass entweder sehr spezielle Titel oder aber deren Sänger_innen mit einer gewissen Botschaft den Sieg errungen haben. Aber ein Erfolg beim ESC bedeutet lange nicht internationalen Durchbruch (wann habt ihr wieder was von Salvador Sobral gehört?). Und genau andersherum muss ein schwaches Abschneiden beim ESC einem internationalem Erfolg nicht im Wege stehen: Rosa Linn belegte 2022 für Armenien mit dem Titel "Snap" den 20. Platz. Dank viraler Verbreitung auf TikTok erreichte der Song jedoch über 800 Millionen Streams, wurde im Radio rauf und runter gespielt, Platin-Status sowie Top-Chartplatzierungen in zahlreichen Länder, darunter in Deutschland (Platz 8) und Österreich (Platz 5).

Zurück zur Gegenwart... 

"wavvyboi" erinnerte ein wenig an den seinerzeitigen Beitrag Österreichs mit Conchita Wurst, aber mehr als Glamrock-Variante. Mit 'Black Glitter' übersetzt der nicht-binäre Künstler "die fluide Vielfalt der modernen Welt in Klang: Es ist laut, glitzernd und kompromisslos. Inmitten der hitzigen Debatten der letzten Jahre klingt 'Black Glitter' wie ein Gegenentwurf: eine riesige Wand aus Gitarrenriffs und epischen Gesangslinien - als Melodie für Werte, die Halt geben, und als Umarmung für alle, die in ihrer Identität bestärkt werden wollen" - so Eurovision.de in der Präsentation der Künstler_innen.

"Molly Sue" erzählt in ihrem Song davon, dass man Menschen nicht ansehen kann, wie es ihnen wirklich geht. Dass jemand nach außen hin positiv, stark und lebensfroh wirkt, schließt nicht aus, dass er chronisch krank ist, Schmerzen hat oder mit inneren Kämpfen lebt. Der Song macht deutlich, dass niemand beweisen muss, wie es ihm geht – und dass das Lächeln, das viele tragen, oft selbst ein Zeichen großer Stärke ist. Ich finde, dass dies in der aktuellen Zeit durchaus ein Statement für die europäische Bühne hätte sein können.

Am Ende ist es nun "Fire" geworden. Ein Song, der "von der Befreiung aus belastenden Situationen erzählt und - vor allem Frauen - dazu ermutigt, für sich selbst einzustehen, Grenzen zu setzen und den eigenen Träumen zu folgen."... ah ja. Tja, dass muss man glaube ich dem Publikum von Portugal bis in die Ukraine, von Island bis Australien wohl als Übersetzung neben dem Bildschirm tackern. Aber es soll wohl auch Wohlwollendes geben: Wer sich durch die englischsprachigen Kommentare liest, erlebt teils eine echte Überraschung: Viele feiern den deutschen Beitrag, der vor der eigenen Haustür eher kritisch gesehen wird. So mancher ESC-Fan zeigt sich sogar erstaunt. „Deutschland überrascht mich“, schreibt ein User begeistert. Ein anderer kommentiert ungläubig: „Deutschland sendet einen Kracher???“ Viele internationale Fans zeigen sich optimistisch: „Deutschland wird endlich wieder auf der linken Seite der Anzeigetafel stehen“ und „Deutschland wird nicht in den letzten fünf landen.". Naja, warten wir es ab. Ich lege mich mal fest:

Am 16. Mai heißt es dann wieder "Germany, no points!"

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