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Weihnachten - Kirche - Politik (Gesprächsthemen für die Feiertage)

Weihnachten - das Fest der Feste. Das Fest der Liebe. Die Zeit im Jahr, wo die Familie zusammenkommt, um schön harmonisch zu feiern... so der Plan. Und damit an den besinnlichen Tagen auch nicht der Gesprächsstoff ausgeht, hier ein paar (teils nicht ganz ernst gemeinte) Themenvorschläge, sollte es mal irgendwann allzu still am Tisch werden. Also "stille Nacht, heilige Nacht" kann man sonst natürlich auch singen, aber wem von der Natur mehr Blech als Gold in die Kehle gelegt wurde, der bevorzugt dann vielleicht doch lieber die nachfolgenden Diskussionsthemen.

Ach ja... schön besinnlich Weihnachten feiern - Foto: © red

Weihnachten hat ja etwas Traditionelles. Baum, Bockwurst mit Kartoffelsalat und Kirche. Wenigstens einmal im Jahr gehen sehr viele Menschen in die Kirche. Wenn sie 51 Wochen im Jahr gerade einmal durch das Läuten der Kirchenglocken mitbekommen, wann der Gottesdienst in ihrer Stadt anfängt, während sie sich Sonntags im Bett noch einmal umdrehen... an Weihnachten sind die Kirchen immer voller als sonst - wie auch viele Menschen auf den Weihnachtsmärkten. Apropos: Ganz besonders lassen es sich viele sog. "Patriot_innen" nicht nehmen, dass ein Weihnachtsmarkt auch Weihnachtsmarkt heißt (oder in gewissen Gefilden halt auch "Christkindlmarkt" o.ä.) und nicht "Winterzauber" oder so ein anderer "neutraler Quatsch". Da wird immer sehr schnell der Untergang des Abendlandes heraufbeschworen, wenn vermeintlich ein christliches Fest durch einen anderen Namen "allgemein zugänglich" gemacht wird. Psst, kleiner Spoiler: Schon mal aufgefallen, dass "Weihnachtsmärkte" meistens nur bis zum 22. oder 23. Dezember dauern? "Wintermärkte", oder wie auch immer sie genannt werden, aber meistens sogar bis in den Januar hinein (oft bis "Heilige drei Könige")? Könnte vielleicht auch daran liegen, aber bloß nicht weitersagen, sonst nimmt man denen das Narrativ.

Mit dem einen ist zumeist vor dem Fest Schluss. Das andere dauert länger. Und auch nicht erst "seit gestern" - eine Auswahl an Veranstaltungsplakaten - Grafik: Collage

Jedenfalls ist vielen dieser Gestalten das Weihnachtsfest ebenso "heilig" wie die Deutschlandfahne im Vorgarten. Auch hier spannend: Diese "Reichsbürger_innen in spe", die allzu oft "die alten Zeiten" herbeisehnen oder gar (wieder) "von einem starken Führer" träumen, wissen oft gar nicht, dass dieses "Schwarz-Rot-Gold" bei den Machthabern, denen manche mehr oder minder hinterhertrauern, dermaßen verhasst war, dass sie ja auch sehr bald nach der Machtergreifung eine eigene, andere Nationalflagge hissten. "Schwarz-Rot-Gold" waren nämlich die Farben der Revolutionäre des 19. Jahrhunderts in den Befreiungskriegen gegen Napoleon und alle, die eine deutsche Einheit (Deutscher Bund) nicht als Monarchie, sondern als Republik haben wollten, wählten ebenfalls den senkrecht gestreiften "Dreifarb", in Anlehnung an die französische Trikolore (Revolution - Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit und so). Erst das Kaiserreich änderte die Farben und die Weimarer Republik kehrte wieder zu "Schwarz-Rot-Gold" zurück. Anderes Thema.

Jedenfalls würden manche dieser Gesellen sicherlich auch ihren Baum in schwarz, rot und gold schmücken, während sie bei Gänsebraten und Spekulatius über den schon erwähnten Untergang des Abendlandes durch zu viele Flüchtlinge im Land schwadronieren und/oder gegen queere Menschen und "Leistungsverweigerer" hetzen. Tja, verwunderlich eigentlich. Ich meine, wir (Christen) feiern an Weihnachten ja die Geburt von Jesus Christus, also streng genommen die Geburt eines (später) linksradikalen Kindes, von einer (wenn man so will) "geflüchteten" Mutter. "Linksradikal?" werden nun manche empört aufschreien? Nunja, Jesus hatte nach Überlieferung der Bibel keinerlei Eigentum, verachtete Reiche (Lukas 16:19-31 und Lukas 12:15-21) und hing desöfteren mit Ausgegrenzten herum. Ja mehr noch: Er jagte Kapitalisten aus dem Tempel (Matthäus 21,12–13, Markus 11,15–17, Lukas 19,45–46, Johannes 2,13–16) - manche würden heute sagen: SPALTER! Jesus heilte umsonst - keine Rechnung, keine Krankenkasse, kein Profit... wenn das nicht (links-)radikal ist. Jesus kritisierte Eliten (Johannes 8:44–47), stellte Autoritäten infrage (Markus 12) und wurde schlussendlich dafür hingerichtet. Jesus teilte das Brot - bestimmte Parteien teilen nur nach unten aus. 

Kreation der (natürlich) südthüringischen Glasschmuckfirma Krebs Glas aus Lauscha, ein Weihnachtsbaum in den Farben Schwarz-Rot-Gold - Foto: dpa

Und mitunter werden einige nun sagen, das sei "respektlos gegenüber der Religion" oder gar "Jesus gab es gar nicht!"... iss' schon klar. Also zunächst einmal: Ja, niemand kann mit Gewissheit sagen, dass der Kerl vor gut 2.000 Jahren gelebt hat. Es sind (bestenfalls) Überlieferungen. Doch selbst wenn es auch nur alles frei erfunden wäre, so ist und bleibt es (die Bibel) dennoch der Maßstab für rund 2,5 Milliarden Menschen auf diesem Planeten. Ach, du bist Atheist_in? Ja, dann wirf die verdammte Tanne aus dem Fenster und geh' über die Feiertage gefälligst arbeiten! Was mir einfällt, Glaube mit Politik zu vermischen? Mit Verlaub: Die Kirche war schon immer politisch! Im Grunde seit "Anbeginn der Zeit". Darüber hinaus: Ich bin getauft, habe Kommunion und Firmung durchlaufen, habe kirchlich geheiratet und damit schon mal fünf der sieben Sakramente abgehakt. Ich bin seit mehr als 50 Jahren Mitglied in der katholischen Kirche, jedoch auch kein sonntäglicher Kirchengänger. Denn ich habe zwar einen Glauben, finde weiß Gott (!) aber auch beileibe nicht alles super, für was der Verein verantwortlich war/ist (von Inquisition bis Kinder-Missbrauch, etc.) - aber man muss ihr eines lassen: Seit rund 2.000 Jahren immer noch (mehr oder minder) dasselbe "Programm" - das schafft kein/e Entertainer_in (naja, höchstens vielleicht noch ein unsterblicher Mario Barth... "Kennste? Kennste?").

Zurück zum Thema: Ob man nun Jesus als Sohn Gottes, als Propheten, als historischen Wanderprediger oder nur als literarische Figur mit Sandalen sieht - völlig egal! Entscheidend ist, was die Geschichte und die damit verbundenen christlichen Werte uns vermitteln sollen: Teilen statt horten, Reiche kritisieren, Arme schützen, Nächstenliebe ohne Bedingungen, "radikal" im Sinne von Menschlichkeit. Also all das, was unsere werten "nationalen Traditionalist_Innen", die Weihnachten so hoch und heilig halten, mal so gar nicht wollen. Christliche Werte sind hierzulande allgegenwärtig - und besonders gut sieht man sie, wenn sie einmal im Jahr aus dem Keller geholt werden. An Sankt Martin zum Beispiel laufen alle mit Laternen durch die Gegend, singen vom Teilen (Mantel und so) und krallen sich dann so schnell es geht (bevor alle weg sind) eine Brezel am Feuer. Geteilt wird da weniger, außer vielleicht ein Foto auf Insta (#VollSchöneStimmung). Der Obdachlose an der Ecke bleibt jedoch stummer Teil der Stadtkulisse. Wer weiß, ob der überhaupt HIlfe braucht, bei vier Grad im Nieselregen? Man hat ja schließlich gerade gesungen - das muss reichen (ist wie früher für das Pflegepersonal klatschen).

Und Weihnachten ist praktisch die "Champions League" der christlichen Symbolik. Ein armes Kind, geboren im Stall, praktisch "auf der Flucht" ohne sicheren Schlafplatz. Währenddessen sitzt halb Deutschland bei 24°C-Wohnzimmertemperatur unterm Baum, beschwert sich, dass das WLAN zu langsam und die Ente zu trocken ist und singt "Frieden auf Erden", während man innerlich hofft, dass die Familie aus Syrien bitte nicht ins eigene Viertel zieht. Nächstenliebe ist super, sofern der/die Nächste aber mindestens drei Straßen weiter wohnt... und keinen Antrag stellt. Würde Jesus heute leben und all seine Skills praktizieren (Kranke heilen, Arme unterstützen, Gleichberechtigung leben, Eliten kritisieren, Autoritäten infragestellen, Außenseiter einladen) würde er mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gefragt werden, ob er dafür eine Genehmigung hat - und wenn nicht, dafür abgemahnt werden.

Jesus Kreist - Erlösung auf "heavy rotation"... nur echt mit original (Pflege-)Psalm-Öl

Diejenigen, die predigen, man solle gefälligst moralisch richtig leben, handeln oft genau gegen die Moral, die sie predigen. So etwas nennt sich auch "Doppelmoral" oder um bei Jesus (wg. Wasser zu Wein machen) zu bleiben: Wasser predigen, Wein saufen. Also, wenn Stiefvater Horst nach dem Genuss des achten Weihnachtslikörs mal wieder Schlagseite "nach rechts" bekommt und ihm Oma Gisela nach dem drölften Baileys Christmas Chocolate Hazelnut volltrunken -mundig zustimmt, dann vielleicht hier doch ein paar wirklich ernst gemeinte (Gegen-)Argumentationshilfen:

"Deutschland kann nicht alle aufnehmen!" - Jawoll Tante Jutta! Aber: Wer sagt denn, dass alle nach Deutschland kommen wollen? Hast du da persönlich, weltweit 'ne Exclusiv-Umfrage durchgeführt, oder was? I doubt it! Die meisten Flüchtlinge sind Binnenflüchtlinge. Bedeutet: Sie fliehen primär innerhalb der eigenen Staatsgrenzen. Und sollten sie doch das eigene Land verlassen wollen/müssen, kommen die meisten Schutzsuchenden gar nicht erst in Europa an, sondern fliehen vorrangig in die Nachbarländer, meist einfach auch deswegen, weil sie nicht am Gate C13 im Jemen in den Jumbo-Jet steigen und nach Jena fliegen können (weil der nicht existiert bzw. unbezahlbar wäre). Unabhängig davon: Deutschland ist (immer noch) eines der reichsten Länder der Welt. Das Problem ist nicht Überforderung, sondern größtenteils politische Untätigkeit: Zu wenig Wohnungen, kaputtgesparte Kommunen, lahme Integration, um nur drei Punkte zu nennen.

"Die kommen doch alle nur wegen der Sozialleistungen!" - Stimmt Schwager Schorsch! Menschen fliehen nicht vor Krieg, politischer oder religiöser Verfolgung, Hunger oder Perspektivlosigkeit. Sondern wegen dem absurd hohen Bürgergeld hierzulande. Also ja, verglichen mit den Standards im Heimatland wäre es sicher viel. Problem ist aber, dass niemand hier den Antrag stellen, sich wieder in den Flieger setzen und dann das Bürgergeld nach Äthiopien überweisen lassen kann. Mal im Ernst: Wer alles zurücklässt, riskiert nicht sein Leben in nem Schlauchboot in meterhohen Wellen auf dem Mittelmeer für ein paar Euro, die unter dem Existenzminimum sind. Diese Mär ist entmenschlichend und faktisch falsch. Nach dem Mythos würde übrigens auch niemand in die USA fliehen, das Land mit einem der schlechtesten Sozialsysteme der Welt.

"Migration macht unser Land unsicher!" - Genau Großvater Günther! Ha ha, Nein! Es gibt keinen Nachweis für einen systemastischen Zusammenhang zwischen Migration und Kriminalität. Kriminalität hängt vor allem mit Armut und Ausgrenzung bzw. fehlender Integration zusammen, nicht mit Herkunft. Wer Menschen jahrelang in Lager steckt und vom Arbeitsmarkt ausschließt, weil er Ausbildungen nicht anerkennt oder bemängelt, dass man auf der hektischen Flucht vergessen hat, sein Diplom einzupacken, produziert Probleme. Sicherheit entsteht durch Teilhabe, nicht durch Abschottung.

"Wir müssen endlich härter abschieben!" - Völlig richtig Renate! Und was bringt das? Abschiebungen lösen keine strukturellen Probleme. Im Gegenteil: Sie zerstören Biografien, reißen Familien auseinander und kosten uns im Übrigen Milliarden! DEIN Steuergeld Renate! Sinnvoller wäre: Schnellere Asylverfahren, "legale" bzw. sichere Fluchtwege und echte Integration.

"Migration bedroht unsere Kultur!" - Oh, unsere Kultur Cousin Kevin? Kultur ist entgegen vieler Meinungen nichts Statisches. Deutschland war schon immer ein Einwanderungsland - man erinnere sich an die unzähligen "Gastarbeiter" (wie man sie früher nannte) der 1950er/60er/70er aus Italien, Griechenland, der Türkei und zig anderen Ländern. Um es mal ganz banal am gastronomischen Beispiel runterzubrechen: Die ganzen Pizzerien, Tavernen und Dönerläden, in welche so viele so gerne einkehren, gäbe es nicht und unzählige Familien haben damit doppelt und dreimal so viel (teils auch noch mehr) zur hiesigen Kultur beigetragen, als irgendein 20jähriger, welcher bei einer "Demo gegen Überfremdung" die Kaiserreichflagge schwenkt. Es gibt nicht "die deutsche Kultur". Vielfalt hat dieses Land geprägt, wirtschaftlich wie kulturell. Angst vor Veränderung ist keine politische Strategie.

"Wir müssen erst mal an unsere eigenen Leute denken!" - Jaja, Jörg. Und dann wird auch noch blitzschnell das Bild des Pfandflaschen sammelnden Rentners angeführt. Solidarität hört aber nicht an nationalen Grenzen auf und Menschenrechte sind universell. Sie gelten für ALLE Menschen. Wer soziale Probleme gegen Geflüchtete ausspielt, schützt nicht "die eigenen Leute", sondern lenkt vom eigenen politischen Versagen ab, bzw. davon, dass man für komplexe Probleme einfache Lösungen verspricht, die es aber nunmal nicht gibt.

Karikatur: Schwarwel

Und wenn die Debatten nicht so sehr um Geflüchtete und Co. kreisen, sondern darum, dass es schon richtig sei, bei "Leistungsverweigerern" AKA Arbeitslosen (und auch Asylbewerbern) "richtig viel Geld" zu sparen und den Sozialstaat zusammenzukürzen, weil Deutschland so viele Schulden macht/hat und man sich "das alles" gar nicht mehr leisten kann... dann spielt doch mal mit dem neoliberalen Onkel Hermann einfach eine Runde Monopoly (kommt Weihnachten generell gut): Am Anfang des Spiels verteilt die Monopoly-Bank (MB) 1.500 Euro an jede/n (eigentlich ein sehr sozialistischer Ansatz - alle haben, zumindest zu Beginn, gleich viel). Dann fängt man an und würfelt vielleicht eine Vier und muss Steuern zahlen - Autsch. Wie (gerade) gewonnen, so zerronnen. Wenn das passiert, gerne mal die Nachfrage stellen "Woher kommt eigentlich das Geld, um diese Steuern jetzt zu zahlen?". Richtig, von der MB. Also mehr oder minder "aus dem Nichts". Es ist also mitnichten so, dass der/die Steuerzahler_in respektive Monopolyspieler_in die Bank finanziert, sondern andersrum? Huchi!

Wenn man dann ein paar Runden gespielt hat, ließe sich auch die nächste Frage einstreuen "Wie viele Schulden hat denn die MB im Verlauf so gemacht?". Dann wird man zu der Feststellung kommen, alles, was die MB ausgezahlt und noch nicht wieder eingenommen hat, liegt ja vor den Spieler_innen. Onkel Herrmann würde im richtigen Leben vermutlich den Vorschlag machen, "die MB sollte mal ihre Schulden abbauen - kann ja nicht sein, dass die ständig auf Pump lebt". Tja, das würde bedeuten, dass die MB jedem/jeder, der/die über "Los" kommt, kein Geld mehr auszahlt, sondern sogar welches verlangt. Das würde so lange gehen, bis das ganze Geld wieder eingezogen ist und die Spieler_innen kein Geld mehr haben. Ergo: Die Schulden der MB sind die "Ersparnisse", das Geldvermögen der Mitspieler_innen. Ist das nicht auch in der Realität so, wenn der Staat seine Schulden abbauen (und beispielsweise Steuern erhöhen) würde, dass er uns ärmer macht und andersrum, wenn er Schulden aufnimmt, um z.B. in die Infrastruktur zu investieren, dass er uns damit alle reicher macht? 

Spielidee für die Feiertage... und dann noch eine entspannte Runde "Mensch, ärgere dich nicht" hinterher - Foto: Hasbro

Weitere Frage: Wann kann die MB eigentlich pleite gehen, wie viel kann die sich denn leisten? Macht sich im Spiel sicherlich keine/r Gedanken drum. Und könnte das nicht auch sein, dass ein Staat in eigener Währung auch gar nicht pleite gehen kann? Und so ne Schuldenbremse eigentlich eine bekloppte Idee ist, wenn man mal darüber nachdenkt? Eine Schuldenbremse führt doch zu Kürzungen im Sozialstaat, welche die schwächsten und die ärmsten Menschen überpropotional hart treffen und vor allem auch die Dinge, die wir für die Zukunft brauchen: Infrastruktur und Klimaschutz. Vielleicht wird dann auch Onkel Herrmann feststellen, dass dieses Narrativ "Deutschland kann sich das alles nicht mehr leisten und muss bei den Ärmsten sparen" keine vernünftige Ökonomik sondern nichts als rechte Propaganda ist. Ebenso, wie die Behauptung, eine Vermögenssteuer führe dazu, dass alle (!) Reichen aus Deutschland wegziehen werden.

Und wem das doch alles zu heikel ist, guckt lieber Katzenvideos oder die Sissi-Triologie und macht ein Trinkspiel draus (immer wenn jemand "Eure Majestät" sagt = ein Shot) oder redet am besten nur über Kochrezepte, das Wetter oder was ihr Silvester machen wollt, das ist dann nämlich auch schon in rund einer Woche und niemand hat bis dato wirklich einen Plan - niemand! By the way: Ich werde mich nicht erneut zur Böllerei bzw. dem Verbot des Quatsches auslassen und auch nicht über die Konstanten im Jahr philosophieren oder den "Frohes Neues"-Mumpitz mitmachen. Ende des Jahres kommt mal was anderes... #Vorspannung

Zum Ende doch noch mal besinnlich: Wir haben alle Glück, dass wir am Leben sind. Und wir haben Glück, dass wir uns gegenseitig helfen können, durch kleine und durch große Taten. Und dieses Glück lässt sich auch erklären: Denn wenn man anderen hilft, macht einen das selbst glücklich. Denn Glück ist wie eine Kerzenflamme: Wenn man sie teilt, verdoppelt sie sich. 

So schließt dieser Post nun aber doch, wie es sich für den Namen dieses Blogs gehört, mit einem kleinen (Weihnachts-)Gedicht des großen Lyrikers Onkel Hotte (Triggerwarnung: Ist nur sehr bedingt zum Aufsagen durch Kinder an Heiligabend geeignet!):

Denkt Euch, ich habe das Christkind gesehen
Ich hab's überfahren, es war ein Versehen
Ich träumte gerade in himmlischer Ruh'
Und hatte beim Fahren die Augen zu
Das Christkind hat, in dieser heiligen Nacht
Bekanntschaft mit meinem Kühler gemacht
 
Später sah ich auch noch den Weihnachtsmann
Er feuerte gerad' seine Rentiere an
Ich überholte den langsamen Wicht
Doch sah ich den Gegenverkehr dabei nicht
Ich wich noch aus, doch leider nicht Santa
Ein kurzes "RUMMS" und er klebte am Manta
 
Am Ende traf ich auch noch den Nikolaus
Er stürmte gerad' aus dem Freudenhaus
Er kam ganz hektisch über die Kreuzung gelaufen
Wollt' am Automaten neue Präser' sich kaufen
Mein Auto und mich hat er wohl nicht gesehen
Jedenfalls blieben nur seine Stiefel stehen
 
So ist die Moral von dem Gedicht
Fahr zu schnell dein Auto nicht
Denn als ich zu Haus war, da musste ich heulen
Mein schöner Wagen hatte drei Beulen
Vom Christkind, vom Niklas und von Santa Claus
Tja, dieses Jahr Weihnachten, das fällt dann wohl aus 

In diesem Sinne: Frohe Feiertage! 

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