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Das Problem sind nicht die Knallkörper, sondern die Knallköppe

Der Rauch ist bereits verflogen, aber ich muss das Thema doch noch einmal aufgreifen... pünktlich zum Jahresende (2025) kam erneut die Diskussion um das Böllerverbot wieder auf - allerdings auch ohne irgendetwas wirklich zu ändern. Politik ignoriert geflissentlich, dass eine Mehrheit für ein Verbot ist. 

Silvester 2025 könnte wieder einmal mit Rekordzahlen aufwarten: 2024 verzeichnete die Branche nach eigenen Angaben einen Umsatz von 197 Millionen Euro (2023: 180 Millionen). Und für den Jahreswechsel 2025/2026 rechnete der Verband der pyrotechnischen Industrie (VPI) gegenüber dem Vorjahr mit 10 bis 15 Prozent mehr Ware im Handel. Und so geisterten auf Social Media auch wieder Videos umher, von ellenlangen Lidl-Kassenbons oder Käufern, die nach ihrem Budget gefragt wurden und unumwunden zugaben, mittlere vierstellige Beträge in "Knall und Peng" investieren zu wollen. Alter, das muss man sich mal vorstellen: Da fliegen andere von in Urlaub - und zwar "high class" und gerne zwei, drei Wochen lang. Andere lassen es dafür zwei oder drei Stunden knallen. Muss ich nicht verstehen. Viele standen bei Minusgraden stundenlang an, bevor die Läden zum ersten Feuerwerksverkaufstag öffneten: Ab fünf, teils ab drei Uhr nachts! So 'nen Dachschaden möchte ich mal haben!

Reflexartig würde das sicher einige abschrecken... - Bild: Collage

An Neujahr war ein Sprecher der Berliner Feuerwehren zu sehen, der davon sprach, dass es mit rund 1.800 Einsätzen in der Silvesternacht doch verhältnismäßig ruhig und "normal" verlief. Ähäm... wir sind mittlerweile in einer Welt angekommen, in der 1.800 Einsätze von Rettungskräften IN EINER NACHT als "normal" betrachtet werden?? ERNSTHAFT?! Nur mal zur Verdeutlichung: Wenn wir einfach mal "die Silvesternacht" vom 31.12. 20:00 Uhr bis zum 01.01. 04:00 Uhr definieren (das sind acht Stunden), dann bedeuten 1.800 Einsätze, dass alle 16 Sekunden irgendwo ein Blaulicht angeworfen wird. Zum Vergleich: Das sind - bei moderater Lesegeschwindigkeit - ab Beginn des Lesens dieses Beitrags bereits sechs Einsätze! ALLE 16 SEKUNDEN SIND ALSO "NORMAL"? Ich meine, selbst für eine Großstadt wie Berlin?

Silvester war bei uns in der Stadt wieder einmal praktisch den ganzen Tag über Action, mit der Hochzeit von etwa 23:30 bis 01:30 Uhr. Wir haben grob bis etwa drei Uhr ausgehalten, dann übermannte uns die Müdigkeit. Noch gegen 5 Uhr konnte ich vermehrtes Knallen, also nicht nur vereinzelte Irrläufer, in der Nachbarschaft wahrnehmen. Ähnlich war es bei Bekannten und Freunden, die berichteten, dass in ihrer Nachbarschaft noch teils in den frühen Morgenstunden Kanonenschläge gezündet und somit aus dem Schlaf gerissen wurden.

Tradition der sinnlosen Geldverbrennung 

Und natürlich könnte man jetzt auch wieder all die Argumente hervorkramen, die alle mittlerweile zur Genüge kennen (sollten), denn auch davon sehe ich mit jedem Jahr immer mehr in den sozialen Medien (könnte aber auch an meiner Bubble liegen): Vermüllung, Gesundheit (Feinstaub), Panikattacken und Traumata, Tierleid, Verletzungen und Todesfälle, Sachbeschädigungen, Übergriffe gegen Einsatzkräfte... die Liste der Gründe gegen Feuerwerk ist lang und vielschichtig. Die Befürworter haben (meist) nur sehr wenig vorzubringen (außer der Tatsache, dass sie ihre eigenen Interessen über das Wohl von anderen stellen): TRADITION! Aha - ich hab das schon mal erwähnt, Hexenverbrennung war auch mal so etwas wie eine "Tradition" in der Bevölkerung - zugegebenermaßen schon länger her. Rauchen in Restaurants war über viele Jahrzehnte auch "Tradition" bis es 2007 verboten wurde. Und was wurde damit einhergehend nicht alles prognostiziert: Die Gastronomie wird das nicht überleben, Umsatzeinbußen, Untergang des Abendlandes. Was ist passiert? Nichts davon! Im Gegenteil: Wie asozial würden wir (mitunter sogar selbst Raucher_innen) es finden, wenn sich am Nachbartisch jemand eine Fluppe anzündet, während wir noch genüsslich ins (Soja-)Schnitzel beißen? Randfakt: In Deutschland ist das Rauchen beim Autofahren erlaubt, auch dann, wenn Kinder oder Schwangere mit im Auto sitzen, obwohl Passivrauchen gerade für Kinder mehr als ungesund ist. Es gibt bisher kein Gesetz, welche das Rauchen im Auto verbietet, denn das Auto zählt als privater Raum, in den der Staat nicht ohne Weiteres eingreifen kann. Dennoch wären mindestens entrüstete Blicke an der Ampel definitiv gegeben, wenn im Nachbars-Auto gequalmt wird, während eine Sitzreihe dahinter der Benjamin-Maximilian im Maxi-Cosy pennt. Übrigens haben sich die Menschen 1984 auch massiv gegen die Anschnallpflicht gewehrt - keiner würde heute auf die Idee kommen "Ach, diese scheiß Bevormundung - das teil engt mich total ein!".

Aber beim Feuerwerk doch nicht. Knallfreunde haben keine guten Argumente für private Feuerwerks-Exzesse, die über das Niveau eines Fünfjährigen hinausgehen ("Ich will aber!"). Roundabout 362 Tage im Jahr überlassen wir Sprengstoff nur Spezialist_innen, die das auch mal gelernt haben (nebenbei erwähnt: Ausbildungsdauer wenigstens satte sechs Tage!), aber zum Jahreswechsel (gerne auch mit 3 ATÜ auf dem Kessel) darf jede/r mal. Und auch hier stelle ich mal ganz provokant die Frage: 

Warum zur verfickten Hölle, erfolgt die Abgabe von Kaffee, wenn er mal im Angebot ist, in "haushaltsüblichen Mengen", bei Sprengstoff fährt man aber die Beute in mehreren Einkaufswagen aus dem Laden und dann im überladenen Familienkombi ins Reihenhaus?

Ich versteh's nicht - Bild: Collage

Tradition vs. Eskalation 

In Amsterdam brannte die historische (1872 bis 1880 erbaut) Vondelkirche ab. Es gibt zwar bis dato noch keine Hinweise auf die Brandursache. Anwohner erklärten jedoch, dass ein Feuerwerkskörper eingeschlagen wäre - die Feuerwehr konnte das bislang noch nicht bestätigen. Unstreitig ist jedoch, dass durch das bevorstehende Böllerverbot in den Niederlanden, es zum Jahreswechsel 2025/2026 nochmal richtig eskalierte. Die meisten Niederländer_innen begrüßten das Feuerwerksverbot, das ab dem Jahreswechsel 2026/27 gelten soll. 62 Prozent zeigen sich offen für Argumente, die gegen die Knallerei sprechen. Angesichts der zunehmenden Gewalt rund um Silvester und der vielen Unfälle beim Abfeuern von Feuerwerkskörpern sei dieses Verbot längst überfällig, sagte z.B. auch Nine Kooiman von der Niederländischen Polizeigewerkschaft NPB. Schwere Böller sind in den Niederlanden übrigens schon seit fünf Jahren verboten, und trotzdem läuft Silvester regelmäßig aus dem Ruder. In Rotterdam kam 2024/2025 ein 14-jähriger Junge beim Anzünden von Kanonenschlägen ums Leben. In Tiel starb ein 47-Jähriger, ein Mann verlor beim Abfeuern von Raketen sein Auge. In Utrecht brannten 38 Autos ab, in Nijmegen wurde ein denkmalgeschütztes Gebäude durch Flammen komplett zerstört. Die Feuerwehren waren landesweit 4.100-mal im Einsatz.

Da das Verbot aber das nun vergangene Silvester noch nicht betroffen hat, gab es ebenfalls einiges zu beklagen: Ausschreitungen, Brände, Plünderungen. Wer sich am Silvesterabend in einer niederländischen Großstadt an explodierenden Böllern und übelriechenden Bierpfützen vorbei seinen Weg bahnte, lernte eine enthemmte Gesellschaft kennen. Und das war sozusagen mit Ansage: In einer Umfrage unter 28.000 Niederländer_innen gaben tatsächlich 40 Prozent bereits vor Silvester an, dieses Mal extra viele Böller und Raketen einzukaufen. Und sechs von zehn Befragten wollen auch nächstes Jahr (wenn das Verbot greift) nicht aufs Feuerwerk verzichten. Möglichkeiten, sich mit Material einzudecken, gebe es durchaus, sagt ein Böllerverkäufer: "Ich höre jede Menge Leute, die sagen: Dann fahren wir halt nach Belgien, Deutschland, Polen oder bringen uns das Zeug aus dem Urlaub in Spanien mit.". Viele Niederländer_innen fahren schon seit Jahren kurz vor Silvester über die Grenze, um sich in deutschen Geschäften mit Vulkanen, Kometen und Batterien einzudecken. Das wird auch zum Jahreswechsel 26/27 noch möglich sein. Aber das Entzünden solcher Feuerwerkskörper in den Niederlanden ist dann jedoch verboten.

Sollte hierzulande wirklich doch einmal ein Böllerverbot kommen und dafür haben sich in zwei Petitionen über vier Millionen Menschen ausgesprochen, dann hoffe ich, dass man aus dem niederländischen Beispiel gelernt hat und das Verbot direkt im Sommer ausspricht, nicht erst zum Folgejahr. 

Wie wäre es mit einer Böller-Steuer? 

Und wenn das nicht zieht, dann wäre vielleicht noch folgender Vorschlag eine Idee (hat zumindest damals bei den "Alcopops" geklappt): Böller-Enthusiasten stehen Schlange vor Feuerwerksgeschäften, campen zum Teil davor, um die ersten an der Feuerwerk-Kasse zu sein. Sie geben hunderte und sogar tausende von Euro aus für ein bisschen Piff und Paff und kreischen sofort herum, wenn jemand fordert, ihnen „das Recht“ am Böllern zu nehmen. Dann haben sie aber nicht mal den Anstand, hinterher ihren Müll zu entsorgen und lassen ihn stattdessen auf Straße und Gehweg einfach liegen. Statt eines Böller-Verbots wäre daher doch vielleicht eine Böller-Steuer, eine saftige Egoismus-Pauschale, die den Kommunen zugutekommt, vielleicht ein besserer Vorschlag. Einfach die Kosten für die Stadtreinigung plus eine Summe X für illegale Müllentsorgung und Vandalismus bundesweit in den Kaufpreis inkludieren. Wer böllern will, soll böllern, aber auch für die der Allgemeinheit entstehenden Schäden und Nachteile bezahlen. Ein Prinzip, welches in unserer Gesellschaft an anderer Stelle schon vielfach angewandt wird, etwa bei der Hundesteuer. Umzusetzen wäre so eine Abgabe – bei politischem Konsens– relativ schnell und einfach, wie die Beispiele von Freiburg und Tübingen zeigen, die selbst auf kommunaler Ebene eine Umweltabgabe auf Einwegverpackungen für Speisen und Getränke erheben.

Oder etwas ganz anderem... 

Abschließend hätte ich noch einen anderen (nicht ganz ernst gemeinten) Ratschlag (lest meinen Blog-Namen, verdammt!), wie wir aber sowas von ruck-zuck ein Böllerverbot bekommen würden: Wenn man sich mal so ein paar Gesetzesänderungen der Vergangenheit anschaut, muss man nur "die richtigen Knöpfe drücken". Beispiel: Vor gar nicht allzu langer Zeit konnte man sich z.B. mit 16 Jahren eine Schreckschusspistole kaufen - ohne kleinen Waffenschein. Was folgte? Ein nicht unerheblicher Anstieg der Raubkriminalität mit sogenannten "Anscheinswaffen". Die Polizei reagierte mit gestiegenen Kontrollen und diese förderten immer mehr dieser (damals) legalen Schusswaffen zu Tage. Und welche "Klientel" wurde überproportional kontrolliert? Blonde Kids mit geknotetem Sweatshirt um die Schultern in wohlsituierten Gegenden? Nein: Männlich, schwarzhaarig und in "Problemvierteln" wohnend. Kommt by the way auch heute eher so vor. Die meisten Waffen wurden also bei Migranten-Kids gefunden. Kriminologen sprachen von eben diesen Problemvierteln, in den Medien waren Bilder von schwarzhaarigen Männern und Jugendlichen mit Gasknarren zu sehen und was passierte? Die deutsche Politik handelte! Gesetzesverschärfung und fortan konnte man die Dinger (sinnvollerweise) erst ab 18 kaufen.

Blickt man in die Historie, so ist Silvester-Randale mitnichten ein Problem der Neuzeit: Schon ab 1900 und davor sprach man von "Silvester-Krawallen" mit Dutzenden von Verletzten, Massenschlägereien, Angriffe auf die Polizei, Plünderungen durch den alkoholisierten deutschen Pöbel - das Kaiserreich war schockiert, aber: Tradition ist Tradition. Nach dem Krieg wurde es nicht besser: Silvester gab es Randale in den Innenstädten, mit Übergriffen gegen Frauen, durch betrunkene deutsche Kriegsheimkehrer. Aber was sollte man machen? Der Krieg steckte ihnen noch in den Knochen - Tradition bleibt Tradition. Dann kamen die Hooligans in den 80ern und 90ern mit hunderten von Beteiligten, Straßenkämpfe, Feuerwerksmissbrauch... was soll man machen? Jungs sind nunmal Jungs und Sprengstoff und Alkohol eben Tradition.

Doch dann kam Köln 2015: Junge Nordafrikaner übernahmen die Domplatte. und zum ersten Mal fand man einen gemeinsamen, schuldigmachenden Faktor: Es war nicht die Gewalt, nicht der Alkohol, nicht die Übergriffe gegen Frauen, nicht die Gruppe von jungen Männern - all das war nicht neu. Neu war die Herkunft der Täter! In den Medien ging es auf einmal um Nationalitäten und den Aufenthaltsstatus und plötzlich wurde ein gefährliches, aber altes und bekanntes Verhalten politisch relevant. Denn jetzt kam es ja aus einer anderen "kulturellen Gruppierung". Bei Deutschen ist es "Übermut einiger, junger Wilder" - da kann man nichts machen. Aber bei Ausländern sind es "mangelnde Werte" und eine "zurückgebliebene Kultur". DA MÜSSEN WIR EINGREIFEN! Bereits im Jahr darauf (!) gab es eine Verschärfung des Sexualstrafrechts und neue Straftatbestände für Straftaten aus Gruppen heraus. Es gab sogar neue Einsatzkonzepte für die Polizei und Alkoholverbotszonen. Da ist den Bayern beim Autofahren beinahe die Maß aus der Hand gefallen.

Ergo: Es muss lediglich sichtbar gemacht werden, dass vorwiegend migrantische Jugendliche böllern! Denn Tradition wird in diesem Land nur zum Problem, wenn sie "die Falschen" ausüben. Und ich denke sogar, ein Anfang ist gemacht. Denn: Nach den Vorfällen in der Silvesternacht in der Frankfurter Innenstadt hat die Polizei Bilanz gezogen. Von den 73 Personen, die vorläufig festgenommen wurden, lebt demnach etwa die Hälfte nicht in Frankfurt oder hat keinen festen Wohnsitz. Die Gruppe der Tatverdächtigen setzt sich laut Polizei aus insgesamt 20 verschiedenen Nationalitäten zusammen. Den größten Anteil bilden mit 32 Festgenommenen deutsche Staatsangehörige. Unter den anderen Verdächtigen sind neun Afghanen, fünf Türken, vier Rumänen sowie kleinere Gruppen aus Marokko, Litauen, Spanien und Syrien. Zwei Personen konnten nach Angaben eines Polizeisprechers bisher keiner Nationalität zugeordnet werden.

Ich schreibe also fortan jedem jugendlichen Araber, jedem Schwarzen, ja verdammt, sogar jedem Asiaten, der künftig Videos von sich hochlädt, auf denen er verantwortungslos mit Feuerwerk umgeht, einen Dankesbrief. Wir brauchen vermutlich nicht einmal übermäßig viele, aber wichtig wäre es dabei zum Beispiel marokkanische Flaggen hochzuhalten, während ihr römische Lichter durch die Gegend ballert oder das eine oder andere türkische Lied anzustimmen, während ihr Retro-China-Böller in den U-Bahn-Schacht werft. 

Ich kann es kaum abwarten, bis sich die Konservativen im Kreis drehen, weil "die Falschen" "ihre Tradition" missbrauchen. 

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